Gesundheitstipps

Themen:

Auch Tiere können krank werden … zur Tierkrankenversicherung
Alle Jahre wieder … Flohbefall
Irisdiagnose beim Tier- das Rezept aus dem Auge


 

Auch Tiere können krank werden … zur Tierkrankenversicherung

Vor der Anschaffung eines Tieres werden meist viele Überlegungen und Kalkulationen angestellt (was für ein Tier darf/soll es sein, welches Tier passt in unser Leben, was darf es in der Anschaffung und Haltung kosten, wer versorgt ein Tier im Urlaubs- und Krankheitsfall, welches Tier darf ggf. in der Wohnung gehalten werden etc.).

In die Berechnungen der laufenden Kosten fließen Futterkosten, Ausgaben für Spielzeug und Pflegeartikel, Versicherungen und häufig auch schon Basistierarztkosten wie Wurmkuren und Impfungen mit ein.

Dabei darf aber nicht vergessen werden, dass die meisten Tiere die vielfältigsten Erkrankungen bekommen können: ererbt, durch Verletzung oder Kampf mit Artgenossen, Unfälle aller Art, Infektionen, innere Tumor- oder Organerkrankungen, Zahnprobleme u.v.m.

Dieses kann Ausgaben für Diagnostik, notwendige Behandlungen oder Medikamente, Operationen oder Nachsorge plötzlich in die Höhe schießen lassen. Wenn man weiterhin kalkuliert, wieviel Geld der Mensch monatlich für die eigene Krankenversicherung aufwenden muss, erhält man eine Ahnung davon, was Medizin (Räumlichkeiten, qualifizierte Mediziner und Personal, Anschaffung/Wartung von Geräten und Technik, Medikamente und Verbrauchsmaterial etc.) kostet.

Die Ausgaben in der Humanmedizin lassen sich sicher nicht 1:1 auf die Beträge in der Tiermedizin übertragen, doch auch bei uns Tiermedizinern sind die Kosten beträchtlich; zudem muss bei Tierarztkosten die Mehrwertsteuer dazu addiert werden.
„Schöne“ Beispiele sind immer der Ballenschnitt an einer Scherbe am Sonntag beim Toben im Bach, Wundversorgung in Narkose (evtl. mit Sehnenverletzung!), mehrere Verbandswechsel, Antibiose bei 30kg schwerem Hund (250-500,-€ oder höher, je nach Aufwand), oder der Zahnsteinbefall und Zahnerkrankung bei der Katze, Gebisssanierung in Narkose mit Nachbehandlung (100-200,-€ oder höher, je nach Aufwand)

Wir als Tierärzte stehen häufig „zwischen den Stühlen mittendrin“: auf der einen Seite ein bedürftiges, leidendes Tier, bei dem aus medizinischer Sicht Diagnostik und/oder Behandlung notwendig wären, auf der anderen Seite der Tierbesitzer, der das Geld dafür nicht aufbringen kann – was für alle Beteiligten eine ungute, emotional sehr belastende Situation ergibt.

Daher unsere Bitte, unser Aufruf: bedenken Sie als Tierhalter, wie Sie Ihrem geliebten Tier auch im Krankheitsfall helfen können!
Es gibt verschiedene Möglichkeiten – hier einige Vorschläge:

1. eine „persönliche“ Versicherung in Form eines Tagesgeldkontos für das Tier, auf das per Dauerauftrag regelmäßig monatlich ein bestimmter Betrag (z.B. 20-50,-€) überwiesen wird – bleibt das Tier gesund, kann man sich auf ein schönes Spargeld freuen, tritt der Krankheitsfall ein, hat man eine Reserve angespart – je länger die Laufzeit desto besser, beim Jungtier gibt es aber noch kein großes Polster…

2. eine OP-Versicherung bei einer Krankenversicherung für Tiere: sie deckt Operations- und Nachsorgekosten weitestgehend ab und ist preislich sehr überschaubar – übernimmt allerdings nicht die Kosten für Diagnostik vor einer Operation oder Prophylaxemaßnahmen – unserer Erfahrung nach aber ein sehr gutes Preis-Leistungs-Verhältnis!.

3. eine Komplett-Krankenversicherung für Tiere, die je nach Vertrag fast alle Arten von Kosten übernimmt (inkl. Prophylaxe etc.), aber dadurch natürlich etwas teurer ist-immer noch ein Schnäppchen im Vergleich zur Krankenversicherung für uns Menschen! 

Verschiedene private Versicherungsgesellschaften bieten Krankenversicherungen für Tiere an. Prüfen Sie die Bedingungen bei Interesse genau, hören Sie sich im Bekannten-/Freundeskreis oder bei ihrem Tierarzt bezüglich Preis-Leistungsverhältnis sowie Zuverlässigkeit der Kostenübernahme und Abwicklung um.

(Autorin: Dr. Antje Nottebrock, Tierarztpraxis Salinenstraße, Bad Oldesloe)

 


 

Alle Jahre wieder – Flohbefall

Immer wieder stellt jemand – ob Halter von Hund oder Katze – fest: Es juckt. Mein Tier juckt sich, mich juckt es auch schon. Spätestens wenn blutige Krusten auf dem Rücken zu sehen sind, steht fest: Es muss sich etwas ändern!

Zu Hause oder beim Tierarzt findet man sie dann: die Flöhe oder den Flohkot. Kleine schwarze Krümel, die sich rotbräunlich verfärben, wenn man sie auf ein feuchtes, weißes Tuch gibt. Sie purzeln aus dem Fell beim Kämmen oder es hüpfen gar braune, abgeplattete flinke, lichtscheue Wesen auf der Haut des Tieres zwischen den Haaren herum. Manch einer ist dann zu tiefst erschreckt: „Ich hatte doch was drauf gemacht.“ Aber was?

Eine gute Floh- bzw. Ektoparasitenprävention ist nicht leicht. Zum einen greifen viele gern zu pflanzlichen Präparaten aus dem Zoofachhandel, um das Tier nicht zu sehr mit pharmazeutischen Stoffen zu belasten. Dabei handelt es sich oft um Präparate mit repellierendem Effekt, d. h. die Parasiten werden abgehalten, das Tier zu befallen. Eine abtötende Wirkung auf Flöhe in ihren verschiedenen Entwicklungsstadien haben diese oftmals nicht. Doch selbst bei Medikamenten mit abtötender Wirkung auf Flöhe kann es bei zu häufigem Baden oder durch sich entwicklende Resistenzen zu Therapieversagen kommen. Da dies oft unbemerkt geschieht, hat man meist schon eine schöne Population zu Hause. Denn der größte Teil der Flohfamilie lebt nicht auf dem Tier, sondern in seiner Umgebung, also in den Körbchen, den Decken, dem Teppich, dem geliebten Sofa, in allen möglichen Ecken und Ritzen des Eigenheims. Es gibt aber auch Tiere, die anscheinend nie Flöhe hatten oder nur wenige und die unbemerkt und dann mit einem Mal ein massiven Flohbefall haben.

Nun ist guter Rat gefragt. Der beginnt mit der Behandlung des Tieres, ggf. mit Präparatwechsel, und der Reinigung des Zuhauses.

Zur Therapie am Tier gibt es verschiedene Möglichkeiten: Spot-on-Verfahren, bei welchem das Präparat in den Nacken auf die Haut geträufelt wird, Halsbänder oder Tabletten. Hierbei lässt man sich am besten vom Tierarzt beraten. Für den Wohnbereich gilt: alle heiß waschbaren Textilien sollten bei über 60°C gewaschen werden. Teppiche, Polstermöbel und Räumlichkeiten sollten von nun an die nächste Zeit täglich gestaubsaugt werden und am besten anschließend sofort den Staubsaugerbeutel aus dem Haus entfernen. Alternativ oder in geeigneter Kombination kann man Sprays oder sogenannte Fogger verwenden. Einer der Wirkstoffe ist Dimeticon, der auch auf Menschen bei Kopflausbefall eingesetzt wird. Außerdem kommen Insektizide (z. B. Permethrin) sowie Insektenwachstumshemmer vor.

An eine Flohbekämpfung sollte sich auch immer – ungefähr eine Woche später – eine Endoparasitenbehandlung anschließen, da Flöhe in ihrem Magen-Darm-Trakt infektiöse Larvenstadien vom Gurkenkernbandwurm beherbergen.

Leider gibt es auch Spezialfälle wie Flohspeichelallergiker. Diesen armen Tieren reicht meist schon ein Flohstich aus, um hochgradigen Juckreiz zu entwickeln. Diese Tiere müssen unbedingt behandelt werden, da es durch das Kratzen zu sekundären, bakteriellen Entzündungen der Haut kommen kann. Hier hilft man am besten mit konsequentem Ektoparasitenschutz. Auch im Winter kann sich ein Tier mit Flöhen anstecken. Wildtiere dienen als Reservoir und deren Lagerplätze riechen besonders gut und werden gern von den Haustieren aufgestöbert. Darum heißt es, auch im Winter wachsam zu sein.

Wie auch immer man seine Bekämpfung oder Prophylaxe gestaltet, ist vor allem eines wichtig: die Regelmäßigkeit. Regelmäßige Prophylaxe laut Packungsbeilage, regelmäßige Überprüfung der Wirksamkeit am eigenen Tier. Denn die Floheier, Larvenstadien und adulte, sattgegessene Flöhe können über Monate in der Umgebung überleben und auf den nächsten Wirt warten. Es ist gar nicht so schwer, mal den Flohkamm zu zücken, das Tier zu kämmen und das Herausgekämmte zu überprüfen. Oder ein weißes Laken auf den bevorzugten Liegeplatz legen und untersuchen, was vom vierbeinigen Familienmitglied hinunter fällt. Besonders hilfreich ist es, bei all den Verpflichtungen und Terminen solche Daten wie Wiederholungsbehandlungen und Wurmkuren im Kalender oder Smartphone zu vermerken – mit Erinnerungsfunktion am Besten. Das erspart so manche Arbeit – und lässt Zeit für die schönen Dinge im Leben!

(Autorin: Mareike Hollerbach, Tierärztin, Tierarztpraxis Nessmann, Bad Oldesloe)

 


 

Irisdiagnose beim Tier – das Rezept aus dem Auge.

Die Leuchte Deines Leibes ist Dein Auge.

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Aus eigener Erfahrung weiß jeder, welche Bedeutung das Auge bei der persönlichen Begegnung mit dem Mitmenschen haben kann. Wir meiden Menschen mit einem kalten stechenden Blick, wir werden vorsichtig und mißtrauisch bei Menschen mit einem fahrigen, unruhigen Blick, fühlen uns dagegen aber angezogen, wenn man uns offen und mitfühlend anschaut. Das Auge des Kranken blickt trübe oder gar fiebrig, der Blick des Gesunden ist klar und leuchtend. Glänzende Augen deuten ein freudiges Erlebnis an; sie können aber z. B. auch ein Hinweis auf eine Schilddrüsenüberfunktion oder auf Tuberkulose sein.

Die Irisdiagnostik gewährt einen Einblick in die gesundheitliche Veranlagung des Patienten. Mit ihrer Hilfe ist es möglich, Krankheiten frühzeitig zu erkennen. Aufgrund der Struktur, Dichte und Pigmentierung kann der erfahrene Diagnostiker auf die jeweiligen Körperentsprechungen schließen. Mit ihren Linien und Pigmentierungen spiegelt die Regenbogenhaut das Geschehen im Organismus wider.

Die Iris wird in verschiedene Zonen  und Segmente unterteilt, die jeweils bestimmten Organen, Organsystemen, Stoffwechsel- und Ausscheidungsfunktionen, den Knochen oder der Haut entsprechen.

Relevant für das Erkennen von Krankheiten oder Krankheitsveranlagungen aus dem Auge ist sowohl das Auge selbst, als auch ggf. die Region um die Augen herum. Die erkennbaren Zeichen sind sehr vielfältig (z.B. Zeichnungen und Farbe der Iris, Pupillengröße und -form, sichtbare Blutgefäße, Lidform u.v.a.) und ermöglichen dem kundigen Augendiagnostiker den Blick auf das gesundheitliche Befinden des Patienten sowohl in der Vergangenheit als auch in Gegenwart und Zukunft.

Die Iriszeichen entstehen zu unterschiedlichen Zeitpunkten. So ist z.B. die (angeborene) Farbe der Iris ein Zeichen für die Konstitution, d.h. die Veranlagung des Patienten. Hieraus kann der Behandler  den gesundheitlichen Status quo, bzw. den Hinweis auf eine möglicherweise zu erwartende Erkrankung erkennen. Andere Zeichen entstehen erst als Reaktion auf die verschiedenen Krankheiten, die ein Mensch oder ein Tier im Laufe seines Lebens durchmacht.

Die Iriden beider Augen werden, wie bereits erwähnt, in der Irisdiagnose nach Organ- und Körperbereichen wie eine Landkarte unterteilt, so daß die Iriszeichen diesen Bereichen zugeordnet werden können. Aufgrund der Kenntnis dieser Topographie ist der Iridiologe z.B. in der Lage, an einem weißen Flöckchen oder einer Veränderung der Irisstruktur an einer bestimmten Lokalisation eine chronisch entzündliche oder degenerative Erkrankung zu erkennen.

Die Irisdiagnose gilt vom Prinzip gleichermaßen für Mensch wie für Tier mit gewissen Unterschieden. Insbesondere sind beim Tier Akutzeichen, Oraganschwächen und Stresszeichen gut ablesbar.

Selbstverständlich sind bei Erfordernis klassische Diagnoseverfahren, wie zum Beispiel Blut-, Stuhl- oder Harnuntersuchungen hinzuzuziehen.

(Autorin : Ellen Hilgers, Heilpraktikerin & Tierheilpraktikerin, Iridologin, Henstedt-Ulzburg)