Ernährung

Katzen würden Mäuse kaufen

Die ideale Nahrung für eine Katze ist die Maus. Diese Feststellung mag vielleicht etwas einfach und belanglos klingen; ist sie aber durchaus nicht.

Die wichtigste Erkenntnis, die jeder Katzenbesitzer daraus ableiten sollte, ist die Tatsache, dass Katzen reine Fleischfresser sind. Am artgerechtesten wäre also eine reine Rohfütterung ganzer Tiere, einschließlich vorverdautem Mageninhalts, Knochen, Sehnen etc. Diese Rohfütterung mit Supplementen nennt sich BARFen (Biologisch Artgerechte Rohe Fütterung), ist jedoch für den durchschnittlichen Katzenhalter leider schwierig zu realisieren, da sie eine genaue Kenntnis der Materie erfordert. Die meisten werden folglich auf die Verfütterung von Fertignahrung angewiesen sein. Wenn man sich aber mal eine Dose Katzenfutter einer x-beliebigen Firma ansieht, ist man sehr erstaunt, darin so ziemlich alles zu finden – nur fast kein Fleisch!

Was ist eigentlich in der Dose?
Los geht es meist mit „Fleisch und tierischen Nebenerzeugnissen”. Das ist nichts anderes als: billige Schlachtabfälle, zerkleinertes Fell, Knochen, Federn, Schnäbel, Wolle, Urin und etliches mehr. Auch wenn die Katze in der Natur die ganze Maus frisst, ist das Verhältnis der einzelnen tierischen Bestandteile in der Dose nicht ausgeglichen und die Qualität des verwendeten Fleisches nicht sehr hoch, weil das für den Hersteller viel zu teuer wäre. Generell kann man sagen, dass der Fleischanteil daran immer sehr gering ist, und die “4% Huhn, Kaninchen etc.” bedeuten nichts anderes, als dass von diesen Abfällen 4% von entsprechendem Tier stammen. Diese Abfälle sind für den menschlichen Verzehr nicht zugelassen, und fallen deshalb auch nicht unter die Bestimmungen der Lebensmittelindustrie. Nicht alle verwendeten Kadaver sind frisch, und außerdem werden natürlich auch kranke Tiere verarbeitet, so dass sich u.a. auch karzinogenes Gewebe in den Dosen befindet. Nicht sehr appetitlich und auch nicht sehr gesund!

Normalerweise würde eine Katze dieses Zeug nicht anrühren, aber die zugesetzten Fette (Abfallfette, z.B. altes Bratfett), die Geschmacks- und Konservierungsstoffe und der zugesetzte Zucker lassen die Katze ihren Ekel vergessen.
Dann wird es richtig kritisch. Als nächstes stehen „pflanzliche Nebenerzeugnisse” und „Getreide” auf dem Plan. Darin enthalten sind unter anderem zerstoßene Erdnussschalen, Getreideabfälle aller Art und vor allem viel Soja, denn das ist schön billig. Diese Inhaltsstoffe sind völlig widernatürlich, denn, anders als Hunde, benötigen Katzen zur Deckung ihres Energiebedarfs keine Kohlenhydrate, sondern Eiweiße (Proteine). Ihr Darm ist viel zu kurz, um die langkettigen Kohlenhydrate vollständig aufzuschließen. Das große Problem bei der Sache ist folglich, dass Katzen diese sowie alle pflanzlichen Eiweiße, z.B. aus Soja, nicht komplett verdauen können!! Dies gilt ebenso für fast alle Gemüsesorten, von denen lediglich Karotten (nicht roh!) für die Katze verdaulich sind. Deshalb sollte der Kohlenhydrategehalt (Getreideprodukte) so niedrig wie möglich und die verwendeten Getreidesorten so hochverdaulich wie möglich sein (z.B. Reis).

Wird dem Körper der Katze pflanzliches Material zugeführt, muss es dieser als „Sondermüll” verarbeiten, wobei lebenswichtige Organe wie Niere und Leber übermäßig strapaziert werden und somit ziemlich früh ausgemergelt sind. So stirbt dann auch jede 2. Katze an Nierenversagen, und solche Organschäden entstehen sehr häufig durch Ernährungsfehler!
Ein hoher Anteil an pflanzlichen Inhaltsstoffen begünstigt außerdem die Bildung von Harnsteinen, weil er dafür sorgt, dass der Harn basisch wird. Fleisch wiederum macht den Harn sauer und verhindert so die Bildung von Harnsteinen. Dies gilt nicht für ältere Katzen und Katzenwelpen, die von Natur aus einen sehr sauren Harn haben.
Zum Schluss findet man noch eine besondere Überraschung in der Dose: Zucker! Dieser schädigt nachweislich den Organismus der Katze und verursacht Zahn- und manchmal auch Bauspeicheldrüsen-probleme. Zudem fördert er die überproportionale Vermehrung von Pilzen im Darm, was dazu führt, dass die Darmflora aus dem Gleichgewicht kommt, der Organismus belastet wird und außerdem fortan ein Großteil des der Katze zugeführten Futters der „Ernährung” der Pilze zugute kommt, und nicht Ihrer Katze. Übrigens: Ob „Zucker” oder „Karamel” auf der Dose steht, ist unwichtig. Karamel ist nämlich auch ein Zuckerderivat und hat dieselben Gesundheitsschäden zur Folge!

Verdummung im Laden
Leider werden die Tierbesitzer nicht über die Zusammensetzung aufgeklärt, sondern mit netten Bildchen von süßen und zufriedenen Katzen ruhig gestellt, die von der Dose und vom Fernseher prangen. Ob man nun die Firma x, die Firma y oder die Firma mit den lila Aufklebern kauft, ob die Dose schlicht ist oder das Futter in kleinen, teuren 100g-Schälchen oder Tütchen daherkommt, ob es sich als Ragout, Geschnetzeltes oder Häppchen in Gelee tarnt; der Großteil der Futtermarken kommt aus derselben Fabrik ein und desselben Herstellers – und der hat als Ziel die Optimierung seiner Bilanz und nicht die Gesundheit unserer Katzen.
Fast alle genannten Inhaltsstoffe, einschließlich Zucker, sind billige Rohstoffe, die die Dose füllen, ohne der Katze auch nur ansatzweise von Nutzen zu sein. Hinzu kommen noch Konservierungsstoffe, die meist unter dem Deckmantel „EWG-Zusatzstoffe” laufen und Krebs auslösen können. Hier wird deutlich, dass der Tierbesitzer bewusst im Unklaren gelassen wird.

Wie unterscheidet man gutes von schlechtem Futter?
Es gibt 2 einfache Methoden, gutes von minderwertigem Futter zu unterscheiden. Erstens: Jedes Futter, das im Supermarkt erhältlich ist, ist minderwertig. Zweitens: Je geringer die Menge an Futter ist, die die Katze zur Sättigung ihres Nährstoffbedarfs benötigt, desto hochwertiger ist es.
Zur Verdeutlichung ein Beispiel: Bei den in Supermarkt erhältlichen Produkten erfährt man, dass eine „durchschnittlich große Katze (4kg)” täglich 425g benötigt. Von einem hochwertigen Futter benötigt dieselbe Katze plötzlich nur noch 156g. Diese Differenz von 269g kommt durch die billigen Füllstoffe zustande. Dasselbe gilt für billiges Trockenfutter. Auch hier wird mit Füll-, Farb- und Aromastoffen gearbeitet. Von einem billigen Trockenfutter braucht man täglich ca. 110g, und von einem hochwertigeren nur 60 – 70g.
Der Grund, warum Ihre Katze trotzdem das billigere Futter lieber mag, ist, dass die minderwertigen Zutaten mit Geruchs- und Geschmacksstoffen versetzt werden und außerdem jede Menge Zucker zugeführt wird, auch wenn die Futtermittelindustrie natürlich andere Argumente für die Beliebtheit ihrer Produkte anführt.
Daran gewöhnen sich die Katzen natürlich und werden regelrecht süchtig danach. Deshalb lehnen sie hochwertiges Futter zunächst oft ab, weil die Suchtstoffe darin fehlen.

Die Vorteile hochwertigen Futters
Einige Premium-Futtermarken wählen ihre Inhaltsstoffe so aus, dass sie weitgehend den natürlichen Nahrungsgewohnheiten der Katze entsprechen. Diese hochwertigen Futtermarken sind sowohl als Nass- wie auch als Trockenfutter erhältlich. Für hochwertiges Futter haben Sie nicht mehr Kosten als für minderwertiges. Es erscheint auf den ersten Blick teurer, aber da Sie nicht dieselbe Menge brauchen, wirkt es sich finanziell nicht aus. Im Gegenteil, es kommt Sie sogar günstiger, denn Sie sparen auch noch “am anderen Ende”. Weil alle Inhaltsstoffe voll verdaulich sind, haben Sie weniger Kot und somit einen geringeren Verbrauch an Katzenstreu. Durch die Hochwertigkeit der Inhaltsstoffe haben sie keine Niere und Leber belastenden pflanzlichen Abfallprodukte. Außerdem läuft Ihre Katze weniger Gefahr, an Erkrankungen der Harnwege zu erkranken, weil weniger Flüssigkeit mit dem Kot über den Darm und somit mehr Flüssigkeit durch die Harnröhre ausgeschieden wird, die dabei “gespült” wird und somit der Bildung von Harnsteinen vorgebeugt werden kann. Dies gilt für die Ernährung mit hochwertigem Nassfutter genauso wie für die Ernährung mit hochwertigem Trockenfutter.
Trockenfutter hat zwar den großen Vorteil, dass es hygienischer ist und den Kaumuskeln gut tut. Aber das sind schon die einzigen Vorteile, denn Trockenfutter enthält viel zu viel Getreide! Dass dies eine widernatürliche Form der Ernährung darstellt, wurde oben bereits näher erläutert. Daher sollte man – wenn überhaupt – nur zu einem getreidefreien Trockenfutter wie z.B. Power of nature, Purizon, Orijen oder Applaws greifen. Allerdings muss man auch hier darauf achten, dass die Katze ausreichend trinkt (am besten sofort nach oder mit dem Essen), weil sonst wiederum die Nieren belastet werden!! Die meisten Katzen lassen sich durch eine Katzentränke wie z.B. den „Freshflow”, welcher eine Quelle simuliert, gut zum Trinken animieren. Andere nehmen vermehrt Wasser auf, wenn dieses einen Schuss Milch enthält. Wird bei ausschließlicher Trockenfuttergabe nicht auf ausreichend Flüssigkeitsaufnahme nach dem Essen geachtet, kann es zur latenten Dehydration (Austrocknung) kommen. Darum sollte man auf keinen Fall ausschließlich Trockenfutter verabreichen, sondern die Nahrung um ein hochwertiges Nassfutter ergänzen und zusätzlich mit etwas Wasser anreichern.Hochwertige Futtersorten sind auf das Alter und die „Lebenssituation” der Katze abgestimmt. Ein Menschenbaby hat ja auch andere Ernährungsbedürfnisse als ein Rentner, und ein Hochleistungssportler braucht mehr Energie als ein Bewegungsmuffel. Dasselbe gilt auch für Katzen!Einige Empfehlungen
Zum Abschluß nennen wir noch einige Futtersorten, die dem Supermarktfutter deutlich vorzuziehen sind: Taffy´s, Vet-Concept, Om Nom Nom, Catz finefood, MAC´s, Grau, Herrmanns Bio-Menü, Terra Felis, Bozita, Real Nature, Biopur, Petnatur, Ropocat Sensitiv Gold, Power of nature, Felini nature, Felidae, Reico, Anifit, Leonardo (die unterstrichenen Produktnamen sind mit einer Bezugsquelle auf der Internetseite cat-care.de  hinterlegt, einfach anklicken!). Einige dieser Hersteller verwenden Bio-Fleisch, völlig frei von Antibiotika und Hormonen, was die Hochwertigkeit natürlich noch einmal steigert! Diese Sorten unterscheiden sich vor allem aufgrund ihrer ausgewogenen Zusammensetzung, des ausgewogenen Mineraliengehalts und des hohen Anteils an Fleisch aus leicht verdaulichen Eiweißquellen. Tierische Eiweiße (Proteine) dienen der Katze als Energielieferant.
Von den im Supermarkt erhältlichen Sorten Nassfutter, die generell nicht zu empfehlen sind, ist wohl das Lux von Aldi noch am ehesten zu vertreten, weil es zumindest einen hohen Fleischanteil aufweist und wenigstens z.T. ohne Zucker ist.
Leider gibt es unseres Wissens nach kein einziges unbedenkliches Trockenfutter über einen Supermarkt zu beziehen (besonders im Hinblick auf die drohenden Harnwegserkrankungen durch zu hohe Magnesiumanteile).
Am besten ist es natürlich, von Anfang an gesunde Nahrung zu verfüttern, aber auch wenn Ihre Katze schon älter ist: Eine Umstellung lohnt sich immer, und Ihre Katze wird es Ihnen mit einem langen, gesunden Leben danken!

Zum Schluss haben wir Ihnen noch einige Buchtipps zum Thema artgerechte Ernährung der Katze zusammengestellt, möchten Ihnen jedoch ganz besonders die Titel “Katzen würden Mäuse kaufen”, “Hunde würden länger leben, wenn….” (handelt nicht nur von Hunden sondern auch von Katzen!) und
“B.A.R.F für Katzen” ans Herz legen!

Autorin: Ruth Helwig
CAT-CARE Tierhilfe Kassel e.V.
www. cat-care.de

Die richtige Ernährung für Ihren Hund

Der Hund ist ein Nachfahre des Wolfes und gehört damit zu den Raubtieren. Er ist ein Fleischfresser und sein Verdauungstrackt ist dementsprechend ausgelegt: Er hat kräftige Zähne zum zerreißen der Beute, eine starke Kaumuskulatur und einen relativ kurzen Darmtrakt. Die Verdauungssäfte des Darms sind sehr aggressiv und in der Lage, auch Knochenstücke in kurzer Zeit zu verdauen.

Die Länge des Fleischfresserdarms ist im Gegensatz zum Darm der Wiederkäuer (z. B. Kühe), der große Mengen an pflanzlicher Nahrung aufnehmen und verarbeiten muss, sehr kurz. Deshalb benötigen Fleischfresser kleine, aber hochkonzentrierte Portionen, die hauptsächlich aus Fleisch bestehen müssen. Dieses sollte nicht gekocht werden, da durch kochen das Eiweiß denaturiert und wichtige Enzyme und Vitamine zerstört werden. Gekochtes Fleisch ist “tote Energie”. Gibt man anstelle von Fleisch Fertigkost, verkümmern die für rohes Fleisch ausgelegten Verdauungsorgane und die Zusammensetzung der Verdauungssäfte verändert sich. Es findet eine Art Vorverdauung statt, die die Verdauungssäfte des Hundes sind damit ständig unterfordert. Auch die Geschmacksnerven des Hundes verändern sich. Tiere, die niemals rohes Fleisch bekommen haben, lehnen diese natürliche Nahrung oft ab, weil sie sie einfach nicht gewohnt sind.

Gesundheit und Lebensdauer des Hundes hängen eng mit der Nahrung zusammen.
Gekochtes Fleisch und Fertigkost lassen Ihren Hund zwar “überleben”, aber er – und damit auch Sie! – müssen viele Nachteile in Kauf nehmen: Seine Vitalität, seine Fellbeschaffenheit und sein Geruch sind nicht mit der Konstitution eines Hundes vergleichbar, der mit rohem Fleisch gefüttert wird. Ein “natürlich” ernährter Hund ist aufgrund seiner intakten Darmflora deutlich resistenter gegen Wurmbefall, Infektionen und Zahnstein ist ein Fremdwort. Auch werden diese Hunde älter und sind generell gesünder als ihre mit Fertigfutter ernährten Artgenossen.
Sie werden sich sicher auch schon gefragt haben, weshalb in den letzten Jahrzehnten auch Hunde immer häufiger an Krebs erkranken und warum auch vermeintlich bestens gepflegte und gefütterte Tiere immer jünger sterben. Vor ca.60 Jahren lag die durchschnittliche Erlebensrate unserer Hunde bei ca. 15 Jahren. Heute hat ein großer Rassehund nur noch eine Lebenserwartung von sieben bis neuen Jahren, Mischlingshunde und kleinhunde etwas mehr. Die Erklärung dafür ist so einfach wie einleuchtend: Bis Mitte der 1950er Jahre wurden Hunde meist mit Schlachtabfällen und Essensresten gefüttert. Fertigfutter gab es damals kaum.

B.A.R.F. – die biologisch artgerechte Rohfütterung

Das “barfen” – biologisch artgerechte Rohfütterung – findet mittlerweile Gott sei Dank wieder mehr und mehr Anhänger. Denn die kritischen Stimmen der Gegner (die zudem meist aus den Reihen der Futtermittelindustrie kommen) sind schnell widerlegt. Weder ist die Rohfütterung kompliziert, noch gibt es dabei “Mangelerscheinungen” oder “Überdosierungen” – die gibt es nur in und mit der Fertignahrung.

Beim “Barfen” sind nur einige Grundregeln zu beachten, die man schnell lernen kann und Ihr Hund wird es Ihnen mit mehr Gesundheit, Vitalität, einem längeren Leben und viel geringeren Tierarztkosten danken:

Ein Fleischfresser frisst in der Natur zunächst die Eingeweide des Beutetiers. Dieses ist in der Regel Pflanzenfresser, in deren Mägen sich hauptsächlich pflanzliches befindet. Wir benötigen für die Zubereitung der Hundekost also geringe Mengen Gemüse, Kräuter, Beeren und Wurzeln. Diese Muss um für einen Fleischfresser verdaulich zu sein etwas zerkocht oder stark zerkleinert werden.

Fleisch: Prinzipiell können Hunde mit allen Fleischarten und -sorten gefüttert werden: Rind, Schaf, Schwein, Kaninchen und Geflügel. An Innereien sind Leber (hoher Vitamin- und Mineralstoffgehalt), Herz, Nieren, Milzen, Pansen (ungeputzt) Kehlkopf etc. zu empfehlen. Die Fleischstücke sollten für Welpen anfangs in ca. 2 x 2 cm große Stücke geschnitten werden, dem erwachsenen Hund werden die Fleischstücke einfach ganz – wie eben in der Natur – gegeben.
Knochen:Knochen sind die Zahnbürste des Hundes und zudem ausgezeichnete Kalzium- und Phosphorlieferanten. Darüber hinaus sind sie wichtig für die Beschäftigung des Hundes. Wenn man einmal beobachtet hat, wie hingebungsvoll sich ein Hund stundenlang dem Verzehr eines Knochens widmet, lässt man die weichen Fertig-“Knochen” aus dem Supermarkt schnell links liegen. Außerdem lassen Hunde und auch Welpen, die regelmäßig echte Knochen bekommen, sonstige “Kauobjekte” wie Schuhe, Teppiche und Möbel in Ruhe.
Knochen sollten niemals gekocht verfüttert werden und dies gilt für alle Knochenarten. Es ist ein Ammenmärchen, dass Hunde keine Geflügelknochen bekommen dürfen, da diese angeblich splittern. Generell gilt, dass alle gekochten Knochen splittern können, rohe Knochen jedoch nicht.
Fisch: Fisch sollte am besten immer frisch verfütter werden. Makrele und Hering eignen sich für den Hund am besten, da sie viel Fett (mehrfach ungesättigte Fettsäuren), Vitamin B und Mineralstoffe enthalten.
Wurzelgemüse: Sie sind hervorragend für die Hundeernährung geeignet. Man kann sie fein gerieben oder kurz (!) gekocht dazumischen. Kräuter aus dem Garten (Petersilie, Schnittlauch, Kresse, Borretsch, Melisse etc. – im Winter auch getrocknet), Salatblätter, Früchte und Beeren eignen sich sehr gut und ergeben ein ausgezeichnetes nahrhaftes Beifutter, das vitamin- und mineralstoffreich ist.
Milchprodukte: Hüttenkäse, Kefir und Quark, also alle laktosefreien Milchprodukte, können dem Hund bedenkenlos gegeben werden. Milch und Buttermilch sollten nur laktosereduziert angeboten werden und dies auch nur dann, wenn der Hund von klein auf daran gewöhnt ist und die Laktose abbauen kann.
Nüsse und Öle: Nüsse liefern natürliche Fettsäuren und viele Mineralstoffe und Vitamine. Allerdings sollten sie nur gerieben und als Mehle gefüttert werden. Zwei bis drei Mal pro Woche sollte der Hund kaltgepresste Öle erhalten, die der Mahlzeit beigegeben werden: Leinöl, Maiskeimöl, Lachsöl und Olivenöl haben das ausgewogenste Fettsäuremuster (Omega 3 und Omega 6). Ein erwachsener Hund bekommt einen Esslöffel davon.
Eier: Eier sollen Hunde nur in roher Form erhalten, da sie in gekochter Form den Magen verkleben können. Dem Hund jeden zweiten Tag ein Ei zu geben, kommt der natürlichen Ernährung sehr nahe. Die Empfehlung, dem Tier nur den Dotter zu geben, entbehrt übrigens jeglicher Logik, denn in der freien Natur können Eierdiebe wie Füchse, Wiesel und Marder das Eiklar auch nicht vom Dotter trennen und die Eiermahlzeit bekommt ihnen allen gut!
Fastentag: Einmal in der Woche sollte man seinen Hund fasten lassen. In der Natur gibt es schließlich auch nicht jeden Tag einen gedeckten Tisch. Darüber hinaus unterstützt ein Fastentag – wie auch bei uns Menschen – die Darmreinigung.
Futtermengen: In zahlreichen Rezepten zum Barfen sind Mengen bis ins letzte Detail angegeben. Doch umständliche Berechnungen sind nicht notwendig, wenn man einige Faustregeln beachtet: Ein erwachsener Hund benötigt täglich eine Futtermenge von ca. 2-3 % des Körpergewichtes, Welpen ca. 3-4 %. Das Futter sollte aus 70% Fleisch und 30% Gemüse und Kräutern bestehen. Die Öle, Milchprodukte, Eier und Fleischknochen gibt man zusätzlich jeden zweiten bis dritten Tag. Übrigens ist der Hundeorganismus sehr wohl in der Lage, Nährstoffe und Vitamine zu speichern und wir brauchen nicht jeden Tag die benötigte Menge zuzuführen.
Wenn Fertigfutter, dann nur das Beste: Wenn Sie sich für die biologisch artgerechte Rohfütterung entscheiden, kann ihr Hund eine gesunde Darmflora entwickeln. Da schadet es dann auch nicht, wenn er hin und wieder Fertigfutter bekommt, wenn Sie aus verschiedenen Gründen nicht immer in der Lage sind, roh zu füttern. In diesem Fall sollten Sie jedoch Fertigfutter im Haus haben, das als Alternative noch am ehesten akzeptabel ist: Dosenfutter sollte ausschließlich aus Fleisch und Innereien bestehen ( offene Deklaration) Gemüse und Kräuter können sie dann selbst hinzugeben. (Xantara & Natura Vet). Trockenfutter sollte “kaltgepresst” sein, also nicht wie Extrudiertes hocherhitzt.
Unsere Hunde, vor allem die Rassehunde, sind heutzutage schon vielfach überzüchtet und ererbte Krankheiten häufen sich. Das, was wir für die Gesundheit unserer Hunde tun können, besteht in der biologisch Artgerechten Rohfütterung. Mit dieser Fütterung unterstützen wir das Immunsystem, sowie das Wachstum in Hinblick auf Knochen- und Gelenkgesundheit. Dies erspart Ihrem Hund und Ihnen viel Leiden und Geld.
Dr. med. vet. Ziegler, Tierärztin, Buchautorin und Besitzerin eines Naturfutter-Lädchens. Mehr Informationen unter www.dr-ziegler.eu

Fütterung von Nagetieren

Meerschweinchen und Kaninchen mögen es frisch

Fragt man Kaninchen oder Meerschweinchen, was sie am liebsten fressen würden, so lautete die Antwort vermutlich: „Ich möchte eine bunte Wiese“. Das würde den natürlichen Ernährungsbedürfnissen der pelzigen Veganer entsprechen.

Grünfutter jederzeit
Im Sommer dürfen Kaninchen und Meerschweinchen nach langsamer Gewöhnung gern jederzeit auf der Wiese grasen und sich an Grünfutter satt fressen. Wenn das nicht möglich ist, sollte jeder Tierhalter wenigstens einmal am Tag frisches Grün von der Wiese, verschiedene Gräser und Wiesenkräuter wie Löwenzahn, Giersch, Schafgarbe und Ackerminze sammeln und seinen Tieren anbieten. Auch verschiedene Blumen und Blüten, wie beispielsweise Sonnenblumen, Ringelblumen und Gänseblümchen gehören regelmäßig auf den Speiseplan. Beim Pflücken ist darauf zu achten, nur ungiftige Pflanzen auszuwählen. Ist wenig Grünfutter zu bekommen, dann können Küchenkräuter wie Petersilie, Basilikum, Dill und Thymian ergänzend angeboten werden, ebenso das Kraut und die Blätter von Möhren, Fenchel, Kohlrabi, Radieschen, Rübchen und mehr.

Heu darf nicht fehlen
Gras und Kräuter stehen frisch nicht immer in ausreichender Menge zur
Verfügung. Deshalb wird zusätzlich getrocknetes Gras, also Heu gereicht. Es hält den Darm in Schwung, da es durch den großen Rohfaseranteil in großen Mengen aufgenommen und wieder ausgeschieden wird. Es nützt dem Zahnabrieb der Backenzähne, wenn es zermahlen wird und es enthält, obwohl es getrocknet ist, viele Mineralien und Vitamine und ist außerdem ein gutes Beschäftigungsfutter.

Heu muss immer zur freien Verfügung im Gehege vorhanden sein. Die Raufen müssen täglich geleert und neu befüllt werden, damit die Tiere aus dem vorhandenen Heu selektieren können. Besteht das Heu nur aus Gräsern und wenig Kräutern, können auch zusätzlich getrocknete Kräuter angeboten werden.

Gut geeignet ist heißluftgetrocknetes Heu. Fressen die Tiere wenig Heu, muss die Qualität des Heus überprüft werden, viele günstige Heusorten aus dem Plastikbeutel sind leider stark mit Schimmel belastet und werden nicht gern gefressen.
Frisches Gemüse schmeckt immer
Da Kaninchen und Meerschweinchen nicht rund um die Uhr auf einer hochwertigen Mischwiese grasen können, ist es notwendig ihnen täglich eine große Auswahl an frischem Gemüse und Obst (siehe Tabelle) anzubieten. Damit werden Flüssigkeit sowie Vitamine, Eiweiß und Kohlenhydrate zugeführt und Abwechslung in den Futterplan gebracht. Pro kg Körpergewicht werden ca. 150g gemischtes Gemüse benötigt, es kann aber gern auch viel mehr angeboten werden. Die Tiere dürfen sich daran satt fressen und sollten täglich mindestens zwei, besser mehr, Gemüsemahlzeiten bekommen. Es darf auch gern etwas übrig bleiben – nur so können die Tiere ausreichend selektieren und fressen in Ruhe und ohne Stress. Die Gemüserationen sollten aus mindestens fünf verschiedenen Sorten bestehen, um Mangelerscheinungen vorzubeugen. Kohl wird immer langsam angefüttert, nicht alle Tiere vertragen alle Kohlsorten.

Ein wenig Fettfutter
Um essenzielle Fettsäuren wie Omega-6-Fettsäuren und die Omega-3-Fettsäuren zuzuführen, werden gelegentlich Sonnenblumenkerne und/oder eine Samenmischung angeboten. Es reicht aber ein Esslöffel pro kg Körpergewicht pro Tier in der Woche bei Innenhaltung, Außenhaltungstiere dürfen im Winter diese Menge pro Tag. Geschälte Sonnenblumen-, Pinien- und Kürbiskerne sollten den Löwenanteil der Mischung ausmachen. Grassamen (Kammgras, Rohrschwingel, Knaulgras, Weidelgras), Leinsamen, Fenchelsamen, Hirse, Amaranth, Löwenzahn, Bockshornkleesamen können gern beigemischt werden.

Trockenfutter?
Herkömmliches Trockenfutter schadet den Tieren mehr, als dass es nützt. Die meisten im Handel erhältlichen Trockenfuttersorten enthalten zu viel Fett, Stärke, Zucker und sind oft schwer verdaulich. Getreide kann nur in geringen Mengen verdaut werden, Pellets bieten nicht mehr die Möglichkeit zu selektieren, werden zu schnell gefressen und machen zu satt, enthalten oft schädliche Stoffe wie Zucker, Melasse, Stärke und schaden den Zähnen. Heu ist das täglich Brot von Meerschweinchen und Kaninchen, nicht das Fast Food aus dem Trockenfutterkarton. So ein Trockenfutter wird von Tieren in Wohnungshaltung nicht benötigt und sollte auch bei Außenhaltungstieren nur sehr sparsam angeboten werden.

Hamster, Ratte, Maus und Co. wollen mehr
Der gesunde Futterplan für Nager sieht etwas anders aus, als der für Meerschweinchen und Kaninchen. Sie benötigen täglich ein hochwertiges Trockenfutter, welches aus vielen verschiedenen Komponenten bestehen sollte. Die kleineren Nagerarten wie Zwerghamster, Maus und Rennmaus bevorzugen dabei kleinere Sämereien wie Hirse, Buchweizen, Amaranth, Löwenzahn, Bockshornklee, Fenchel, Dill, Petersilie, Kerbel, Luzerne, Heublumensamen, ein wenig Fettsaaten wie Negersaat, Kardi, Perilla, Leinsaat, Hanf, Mohn, Sesam und Grassamen. Größere Nager wie Farbratten, aber teilweise auch Goldhamster, bevorzugen größere Sämereien und Getreide wie Hafer als Flocken, Körner und Rispen, Gerste, Roggen, Emmerweizen, Kolbenhirse, Buchweizen und mögen nur wenige Kleinsämereien. Ein wenig getrocknetes Gemüse darf gern dabei sein, ebenso einige Nüsse und Kerne wie Sonnenblumenkerne, Erdnüsse, Pinienkerne, Haselnüsse, Macadamia, Walnüsse, Pecannüsse, Kürbiskerne. Getrocknete Kräuter dürfen in keinem Futter fehlen. Im Handel sind teilweise hochwertige Futtermischungen speziell für diese Tierarten zu bekommen

Gemüse jeden Tag
Frisches Grünfutter von der Wiese und Gemüse steht bei allen Nagern hoch im Kurs, sie dürfen gern auch täglich eine bunt gemischte Ration Gemüse (siehe Tabelle) bekommen. Obst sollte allerdings nur selten auf dem Speiseplan stehen, Rennmäuse und Zwerghamster müssen leider ganz auf Obst verzichten, sie neigen zu Diabetes und vertragen so viel Zucker nicht. Wiesengrün kann hingegen in großen Mengen und gern auch mal im Topf angeboten werden. Die kleinen Nager haben großen Spaß daran, kleine Wiesen auseinander zu rupfen und Teile davon zu verspeisen.

Keine Veganer!
Während Meerschweinchen und Kaninchen sich rein vegan ernähren, legen Ratten, Hamster und Co. großen Wert auf regelmäßige Proteinrationen. Sehr gern werden lebende und getrocknete Mehlkäferlarven (Mehlwürmer) gefressen, auch Heimchen, Grillen, Bachflohkrebse, Garnelen dürfen hin und wieder angeboten werden. Fast alle Säugetiere haben eine Lactose-Intoleranz, Milchzucker führt zu Durchfall und Aufgasungen. Deshalb sind normale Milch, Sahne und Dosenmilch tabu. In Magerquark, Hüttenkäse und auch Magermilchjoghurt ist nur wenig Milchzucker vorhanden. Deshalb dürfen sie als Eiweißlieferant hinzugezogen werden.
Diese Informationen und weitere gibt es auf www.nager-info.de, die uns freundlicherweise diese Informationen zusammengestellt haben.

Leckerchen für Schleckermäuler?
Die meisten Leckerchen aus dem Zoofachhandel enthalten viel zu viel Stärke, Zucker und teilweise Milchprodukte. Sie sind schwer verdaulich und mitverantwortlich für viele Erkrankungen. Auf Drops, Knabberstangen und andere Leckereien sollte deshalb verzichtet werden. Aber ganz ohne Leckerchen müssen unsere Tiere natürlich nicht auskommen. Ein wenig getrocknetes Gemüse, wie Erbsenflocken, Möhrenchips oder getrocknetes Obst, dürfen hin und wieder in kleinen Mengen gern von Hand gegeben werden.

Zahnpflege muss sein
Nagetiere und Kaninchen müssen nagen, damit sich ihre Schneidezähne gut abnutzen. Am besten eignen sich dafür Zweige von verschiedenen Bäumen (siehe Liste). Mit Blättern dran sorgen sie auch für Abwechslung auf dem Speiseplan!